Was ist das: Körperlicher Hunger?

Es ist das Bedürfnis unseres Körpers nach Nahrungsaufnahme.

Wir haben Hunger. Unser Magen knurrt.

Schaffen wir es jetzt in uns hinein zu horchen, werden wir erkennen, welche Nahrung unser Körper jetzt braucht. Das mag mal die Buttercremetorte und mal Salat sein. Soweit so gut.

Solange wir unserem Essensinstinkt trauen, und unserem Körper genau das geben, was er jetzt haben möchte, stellt sich dann irgendwann nach dem Verspeisen der gewünschten Nahrung ein tiefes Gefühl der Sättigung und Befriedigung ein.

Selbst wenn uns jetzt noch jemand mit der wunderbarsten Mahlzeit locken würde ........ wir sind satt!!! Und haben jetzt einfach keinen körperlichen Hunger mehr.

Und dieses angenehme Gefühl des zutiefst satt und befriedigt seins, ohne sich überfressen zu fühlen ist etwas, was wir nur erreichen, wenn wir den Signalen unseres Körpers vertrauen.

Unser Körper lässt sich nicht betrügen. Wenn wir ihm statt der gewünschten Buttercremetorte die "gesünderen" Karotten reichen, so sind wir dann auch irgendwann voll, doch eben nicht zutiefst satt und befriedigt.

Wahrscheinlich kennen wir alle dieses bohrende und nagende Suchen in uns. Wir sind permanent auf der Suche nach etwas, was wir jetzt noch essen könnten, obwohl wir durch die vorher gegessenen "gesunden" Karotten doch eigentlich körperlich satt sein müssten.

Meist dauert dieses bohrende, suchende Gefühl solange an, bis wir nach dem Umweg über die schon erwähnten Karotten, vielleicht noch einen Apfel, etwas Kohlrabi....gegessen haben, um letztendlich doch die ersehnte Buttercremetorte oder etwas Ähnliches in uns hinein zu schlingen.

Nur bleibt jetzt das angenehm wohlige Sattsein aus. Denn durch den Umweg über die Karotten, Äpfel etc. ist unser Bauch schon mehr als voll. Die Buttercremetorte sitzt auf der Fülle noch obendrauf.

Und unser schlechtes Gewissen belastet uns immens. Wir sagen uns: " Das war doch jetzt nicht nötig!" Und insgeheim verachten wir uns selbst zutiefst.

So raubt unser Anspruch an unsere Gesundheit und der Wunsch nur gute, gesunde und vernünftige Nahrung zu uns zu nehmen, uns das Gefühl des zutiefst Satt und Befriedigt seins.

Wir wissen gar nicht mehr, wie es sich anfühlt wohlig satt und gut genährt zu ein. Doch diese wohlige Sattheit ist die Vorraussetzung, um Essen anschließend vergessen zu können.

Um unsere Gedanken frei zu bekommen vom Thema des Essens oder Nicht -Essens benötigen wir körperliche Sattheit. Sonst hängen wir ruckzuck drin in der Essensspirale und können zwischen körperlichem und seelischem Hunger kaum noch unterscheiden.

Wahrscheinlich entschlüpft manchem von uns ein Stoßseufzer: "So einfach soll das sein? Einfach genau das Essen, worauf ich gerade Hunger habe? Das klingt ja zu schön um wahr zu sein."

Doch es ist so. Wennn wir lernen körperlichen Hunger von seelischem Hunger zu unterscheiden und den Nahrungswünschen unseres Körpers grenzenlos vertrauen, brauchen wir uns nie wieder Sorgen vor zu vielen Kilos auf den Hüften zu machen. Unser Körper ist darauf programmiert, sich innerhalb seiner natürlichen Gewichtsgrenzen zu bewegen. Mal ein Kilo mehr, mal ein Kilo weniger.

Uns auch die gefürchteten Fressanfälle, die all unsere Esspläne zunichte machen, lassen sich durch exakte Befriedigung unseres körperlichen Hungers verringern.

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